Heute ist ein guter Tag für Bond-Fans. Nach 14 Jahren ohne ein richtiges James-Bond-Spiel ist 007 First Light endlich da – und die ersten Reviews sind überwältigend positiv. IO Interactive, das Studio hinter der Hitman-Trilogie, hat sich den legendären Geheimagenten geschnappt und etwas wirklich Besonderes abgeliefert. Als alter GoldenEye-Veteran musste ich mir das natürlich genauer anschauen.
Die Rückkehr einer Legende
Lasst uns kurz rekapitulieren, warum das hier so wichtig ist: Das letzte James-Bond-Spiel war das katastrophale 007 Legends von 2012. Seitdem? Stille. Activision verlor die Lizenz, und Bond verschwand aus der Gaming-Welt. IO Interactive kündigte bereits 2020 an, dass sie an einem Bond-Spiel arbeiten – und jetzt, sechs Jahre später, ist es endlich soweit.
007 First Light erzählt eine Origin-Story. Wir erleben einen jungen, 26-jährigen James Bond (gespielt von Patrick Gibson), der noch kein vollwertiger 00-Agent ist. Seine Mission: Den Status verdienen, der ihm die Lizenz zum Töten gibt. Die Geschichte führt uns von den Stränden Vietnams bis in die kalten Straßen Londons – und die Kritiker schwärmen von der Inszenierung.
IO Interactive trifft ins Schwarze
Was macht 007 First Light so besonders? Das Studio hat seine Hitman-DNA clever eingesetzt, ohne ein Hitman-Reskin abzuliefern. Die Social-Stealth-Mechaniken sind da, aber IO hat das Konzept für Bond neu gedacht. Das Gadget-System ist ein Highlight: Q liefert klassische Spionage-Werkzeuge, von denen ihr nur wenige mit auf die Mission nehmen könnt. Ein Laser zum Schlösser-Aufbrennen? Oder lieber das Dart-Handy, um Wachen abzulenken? Diese Entscheidungen machen das Gameplay strategisch interessant.
Das Kampfsystem ist dreigeteilt: Stealth, nicht-letale Takedowns und der berühmte License-to-Kill-Modus. Letzterer aktiviert sich, sobald Feinde zur Waffe greifen – dann wird’s laut. Die Kritiken loben besonders, dass der Stealth-Ansatz nie frustrierend wird. Erwischt werden ist kein Weltuntergang, aber eine saubere Infiltration fühlt sich verdammt gut an.
Die Reviews sprechen eine klare Sprache
Die Zahlen sind beeindruckend: Metacritic zeigt aktuell eine 87 auf PC und PS5. CBR gibt sogar eine perfekte 10/10 und bezeichnet First Light als ‚Game of the Summer‘. GameRant vergibt eine 8/10 und lobt die ’spannende Origin-Story mit einem großartigen Cast‘.
Was mehrere Tester hervorheben: Dies ist nicht nur ein gutes Bond-Spiel – es ist ein hervorragendes Action-Adventure. Die Hauptstory dauert etwa 20-25 Stunden, aber danach ist nicht Schluss. Der TacSim-Modus (Tactical Simulator) erinnert an die VR-Missions aus Metal Gear Solid und lässt euch Missionen mit neuen Herausforderungen wiederholen.
Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: Das Cover-System wirkt manchmal hakelig, und die Story-Pacing stolpert gelegentlich. Aber im Gesamtbild sind das Kleinigkeiten.
Die technischen Details
007 First Light ist ab heute für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC verfügbar. Wer vorbestellt hat, konnte bereits gestern mit der Deluxe Edition loslegen. Eine Nintendo Switch 2-Version kommt im dritten Quartal 2026. Preislich liegt der Titel bei 69,99 Euro – Standard für AAA-Spiele.
Übrigens: Wer sich gerade eine Nvidia RTX 50-Serie gegönnt hat, bekommt das Spiel kostenlos dazu. Die Aktion läuft noch bis zum 10. Juni.
Mein Fazit
Ich sage es ungern so dramatisch, aber: Das ist das Bond-Comeback, auf das wir gewartet haben. IO Interactive hat verstanden, dass Bond mehr ist als nur Schießereien und schnelle Autos. Es geht um Charisma, Intelligenz und dieses Gefühl, mit absolutem Selbstvertrauen in unmögliche Situationen zu marschieren.
Nach dem Desaster von 007 Legends hätte ich nie gedacht, dass wir nochmal ein wirklich gutes Bond-Spiel bekommen. IO hat mich eines Besseren belehrt. Der CEO sprach bereits von einer möglichen Trilogie – und ehrlich gesagt? Ich bin dabei.
Wenn ihr auch nur ansatzweise etwas mit Stealth-Action oder James Bond anfangen könnt: Schaut euch 007 First Light an. Das hier könnte tatsächlich der neue Goldstandard für Lizenzspiele werden.


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